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Gehören Unschuldsvermutung und Persönlichkeitsrechte der Vergangenheit an? PDF Drucken


Der Einfluss der Medien auf die Verteidigung und den Verlauf von Strafprozessen erscheint immer dominanter. Hat die „vierte Gewalt im Staat“ die Macht übernommen?

Der Fall Kachelmann hat es bundesweit gezeigt, viele kleinere Fälle ereignen sich jeden Tag auch regional und verärgern Anwälte und Mandanten: Die Staatsanwaltschaft geht immer offensiver mit eigenen Erkenntnissen um und nutzt ihre Kontakte zur Presse gezielt, auch um die eigene Position in den Verfahren zu stärken. Man kann sich darüber ärgern - ändern lässt es sich aber nicht mehr. Es ist ein Zeichen der Zeit, zumal auch die Medien immer schneller werden und viele Redaktionen leider immer ungenauer recherchieren, sich vor Karren spannen lassen und die Meinungsmache anderer übernehmen.

Das ist nichts weiter als klassische PR - und die können beziehungsweise sollten sich daher auch die Anwälte und Mandanten zu Nutze machen - sonst sind sie oft schon zu Prozessbeginn in der Defensive. Litigation-PR ist die strategische, prozessbegleitende Öffentlichkeitsarbeit, die die eigentliche Arbeit des Anwalts unterstützt. Man klärt vorab, ob es im Interesse des Mandanten ist, dass dessen Fall öffentlich wird oder eben nicht. Dementsprechend wird eine Strategie erarbeitet, das gemeinsam formulierte Ziel umzusetzen.
 
Zudem ist es leider immer wieder an der Tagesordnung, dass Redaktionen aller Art - egal ob Zeitungen, Fernsehen oder im Internet - negative Meldungen oder falsche Verdächtigungen ungeprüft übernehmen. Auch hier ist eine konsequente Gegenstrategie gefragt.
 
Unsere Agentur kann auf die Erfahrung von Geschäftsführer Jens Hauschke (zehn Jahre Gerichtsreporter bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung) zurückgreifen und bietet daher juristische Kenntnisse gepaart mit allen Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit. Sollten Sie unsere Unterstützung benötigen oder an einem allgemeinen Gespräch interessiert sein, würde wir uns über einen Anruf (0511.35 30 487) oder eine E-Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ) sehr freuen.
  • Anwälte wissen, wie Prozesse gewonnen werden - und wie gewinnt der Mandant die öffentliche Meinung? (pdf-Dokument lesen)
  • Negative Meldungen in der Presse treffen die, über die geschrieben wird, oft unerwartet. Unser Tipp: Sofort ein schreiten (pdf-Dokument lesen)
  • Wenn Staatsanwälte und Ermittler Journalisten füttern, sind Angeklagte nahezu wehrlos - PR-Strategen auch. (pdf-Dokument lesen)

  • Der renommierte Jurist und Journalist Thomas Darnstädt beschreibt in dem bemerkenswerten Buch "Der Richter und sein Opfer" anhand wahrer Fälle, wie leicht Unschuldige in die Fänge der Justiz geraten können.
    Selten kommt es heraus, wenn Richter sich irren - umso unbefangener sind sie bei der Wahrheitsfindung. Eine Frau wird halbtot gewürgt in ihrer Wohnung gefunden.Die Indizien weisen auf den Ehemann Harry Wörz. Er wird noch in derselben Nacht verhaftet. Dass der seine Unschuld beteuert, hilft ihm nichts: Über 13 Jahre ist er gefange#mce_temp_url#n im Netz der Justiz, viereinhalb Jahre wird er inhaftiert für eine Tat, die er nie begangen hat. Oder die 14-jährige Jennifer, die behauptet, von ihrem Vater und dessen Freund missbraucht worden zu sein. Bald sitzen die Männer in Haft. Es dauert Jahre, bis herauskommt, dass das Mädchen die Geschichte erfunden hat. Dies sind nur zwei von zahllosen Justizirrtümern, die sich Jahr für Jahr vor deutschen Strafgerichten ereignen. Schuld sind einseitige Ermittlungen, überschätzte Gutachter und selbstgewisse Richter. Doch selten bekennt sich die Justiz zu ihren Fehlern. Jeder kann ihr Opfer werden.

  • Komiker Karl Dall ist in St.Gallen verhaftet worden - der Vorwurf: Vergewaltigung. Der Ostschweizer Meteorologe Jörg Kachelmann über Karl Dall, das Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft und seine eigenen Erfahrungen mit Vergewaltigungsvorwürfen (zum Interview)
  • Nach BGH-Urteil muss Verdachtsberichterstattung auch im Nachhinein korrigiert werden (BGH-Pressemitteilung)

  • Jörg Kachelmann: Verurteilt trotz Freispruch (Das Erste)