Hohes Schmerzensgeld für Säureopfer Vanessa

Säureopfer Vanessa Münstermann wurde mit Säure überschüttet, verlor ein Auge und ein Ohr. Das Landgericht Hannover hat dem Säureopfer jetzt 250 000 Euro zugesprochen. Mit ihr freuen sich ihr Verteidiger Dr. Andreas Hüttl und PR-Berater Jens Hauschke von der Agentur hannover.contex 4.0. Die Agentur begleitet Münstermann seit dem Ende des Zivilprozesses, vermarktet ihren Verein AusGezeichnet und kümmert sich darum, dass ihre öffentlichen Auftritte begleitet und koordiniert werden.

Wenn Vanessa Münstermann (29) sich zur Seite dreht, kommt das ganze Ausmaß des Verbrechens ans Licht: die völlig entstellte linke Gesichtshälfte. Zunge, Ohr, Nase, Auge, Hals – alles verätzt! Jetzt hat das Säure-Opfer hat 250.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen bekommen. Diese Entscheidung verkündete das Landgericht Hannover.

Die Größenordnung, die bei Gewalttaten außergewöhnlich ist, sei eine, die die Kammer für angemessen halte, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. „Die Schäden kann man eigentlich in Geld gar nicht bemessen“, erklärte er. Dem Täter Daniel F. (34) sei es darauf angekommen, die Frau vorsätzlich zu entstellen. Schmerzensgeld habe auch eine Genugtuungsfunktion. „Wie es weiter geht, werden wir in Ruhe besprechen“, sagt Anwalt Dr. Hüttl, „nun freuen wir uns erst einmal über dieses Erfolg.“ Am Rande des Prozesses wurde zudem bekannt: Die Veröffentlichung für das Buch „Ich will mich nicht verstecken“, das ebenfalls in Zusammenarbeit mit hannover.contex 4.0 im Rohwolt-Verlag erscheinen wird, ist auf den Februar kommenden Jahres festgelegt worden.

Seminar: Umgang mit der Presse

Umgang mit der Presse war das Thema beim Seminar im Kokenhof in Burgwedel.

Referent Jens Hauschke von der Agentur hannover.contex 4.0, zehn Jahre Reporter bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und seit einigen Jahren Pressereferent des AVN, gab den Teilnehmern am Seminar einen Einblick hinter die Kulissen einer Tageszeitung. Wie kommen eigentlich Texte in die Zeitung? Wer ist dafür zuständig? Wie ticken Redakteure? – und vor allem: was kann man als Verband, als Unternehmen oder als Privatperson tun, um selber mit seinen Informationen in die Tageszeitung zu kommen?

Zudem ging es um die wichtige Frage, wie man reagiert, wenn die Presse einen selber anruft. Viele reagieren zu hektisch, glauben, Sie müssten umgehend eine Stellungnahme abgeben – statt erst einmal Zeit zu gewinnen, nachzudenken oder sich gegebenenfalls externen Rat zu holen.

Auf das Thema ging auch Hannover-96-Präsident Martin Kind ein, der am Nachmittag den Fragen der Teilnehmer zur Verfügung stand. „Sie können immer sagen, sie rufen später zurück“, sagte er, „Sie müssen es aber auch tun.“ Launig und bissig berichtete er von seinem Verhältnis zum Journalismus, wie dieser sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht unbedingt zum Guten verändert hat. Und wie er mit negativer Presse über ihn oder Hannover 96 umgeht. „Am besten nicht lesen, am nächsten Tag steht eh wieder etwas anderes in der Zeitung“, sagt er. Was ihn besonders ärgert: „Wenn Zeitung nicht berichtet sondern Politik machen will. Dafür stehe ich nicht zur Verfügung.“

Interesse an einem derartigen Seminar? Sprechen Sie uns gerne an: info@hannovercontex.de

Burn-Out-Prävention auf Ibiza

Wenn Sie regelmäßig überlastet oder gestresst sind, wenn ein Burn-Out droht, dann läuft etwas Grundsätzliches falsch, und es ist Zeit für einen Kurswechsel.

Sie fühlen sich ausgebrannt und lustlos, Sie haben keine Energie, sind unruhig, schlafen wenig, ernähren sich ungesund, spüren Unzufriedenheit, sagen Verabredungen ab, trinken zu viel Alkohol, alles wächst Ihnen über den Kopf?

Viele Menschen haben die Fähigkeit zur Entspannung verlernt und können nicht mehr abschalten. Burn-out, Depression, organische Krankheiten oder ein kürzeres Leben könne die Folge sein. Doch jeder kennt das: Eine Krise ist auch eine Chance und erhöht die Bereitschaft für Veränderung.

Nutzen Sie diese Krisen. Kommen Sie zur Ruhe. Prüfen Sie, wo Sie stehen, wo Sie hinwollen – und wie Sie aus dem Hamsterrad aussteigen können.

hannover.contex 4.0 hat mit vielen Partnern wie Dr. Matthias Lauterbach, Facharzt für Psychiatrie und Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Iron-Siegerin Sandra Wallenhorst, Yoga-Lehrer Marco Fillipig oder Poker- und Business-Coach Stephan Kalhamer eine Idee entwickelt, wie man gemeinsam drei Wochen im Frühling auf Ibiza wieder zu sich selbst finden kann. Interesse? Mehr auf www.alma-de-la-vida.com

Neunte Auflage – wieder Rekordbesuch

Wow: zum neunten Mal haben wir Kunden, Mitarbeiter, Freunde und Netzwerk zu unserer jährlichen Veranstaltung Guten Abend, Hannover eingeladen – und zum neunten Mal in Folge kamen mehr Gäste als im Jahr zuvor. Mehr als 230 Menschen kamen bei herrlichstem Wetter in den ExpoWal – und genossen die Gesellschaft, die Gespräche, die Musik, den Eistee von Tee Seeger und vieles mehr. Darunter waren etlichen Frauen und Männer, die erst im vergangenen Jahr neu in ihr Amt gekommen sind: ÜSTRA-Chef Dr. Volkhardt Klöppner war darunter, infra-Chef Christian Weske, der neue Landespolizeichef Axel Brockmann oder auch der neue Johanniter-Vorstand Hans Halbach, der dieses Mal auch gleich zum ersten Mal mit Jens Hauschke von hannover.contex 4.0 die Veranstaltung als Gastgeber eröffnete.

Unterstützt wurde der Abend dieses Mal auch vom Automatenverband Niedersachsen, der dafür gesorgt hat, dass Flipper und Dart im Wal standen – für die, die zwischendurch Lust auf ein Match hatten. Und besonders haben wir uns darüber gefreut, dass Mirjana Cvetkovic von der Neuen Presse bei uns war und so einen schönen Text über den Abend geschrieben hat.

Hier geht es zum Text von Mirjana Cvetkovic.

Hier geht es zu allen Fotos vom Abend

Umgang mit der Presse – Seminarreihe startet

Der ehemalige HAZ-Redakteur Jens Hauschke plaudert aus dem Nähkästchen: Umgang mit der Presse heißt die Seminarreihe, die im September startet. Erst exklusiv für die Automatenwirtschaft – dann aber offen für jeden. Dabei geht es aber nicht darum, etwas langatmig zu präsentieren, was Sie auch in einem Buch nachlesen könnten.

Es geht es um aktive Fortbildungen, um Seminare, die auf Sie zugeschnitten sind und im Dialog stattfinden. Der Umgang mit der Presse ist das neueste Seminar. Die Krisenkommunikation, Litigation-PR und Einfach schreiben laufen schon länger und können weiter gebucht werden. Informationen unter info@hannovercontex.de

Säureopfer Vanessa feiert im Kino am Raschplatz

Vanessa Münstermann, die vor zwei Jahren Opfer eines Säureanschlags von ihrem Ex-Freund wurde, steht ein ereignisreiches Jahr bevor. Im Mai erwartet die 28-Jährige ihr erstes Kind. Im Juni beginnt in Hannover der Schadensersatzprozess gegen den Täter, Ende des Jahres erscheint ein Buch über ihr Schicksal, dazwischen plant sie mit einem Wiener Fotografen eine Ausstellung zum Thema „Innere Schönheit“.

Nun hat die junge Frau durch hannover.contex 4.0 ein Jahr nach Gründung ihres Vereins „AusGezeichnet“, der sich um weltweit um Säureopfer kümmert, Vereinsmitglieder, Helfer und Weggefährten ins Kino am Raschplatz geladen. Im Zentrum der Feier stand der Dokumentarfilm „Wenn aus Liebe Hass wird“, den der Autor Masiar Haschemizadeh für die Reihe „Menschen hautnah“ des Fernsehsenders WDR gedreht hatte. In dem 45-minütigen Beitrag berichtet Vanessa Münstermann ausführlich über die Tat und die Folgen. Der Verein „AusGezeichnet“ engagiert sich für andere Säureopfer auf der ganzen Welt.

„Ein Päckchen mit Salben und Verbänden nach Indien zu schicken, kostet uns rund 70 Euro. Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen“, sagt Münstermann nach der Vorführung des Films. Der Verein wird sie bekommen. Die Gäste nahmen aus dem Kino reichlich Mitgliedsanträge und Spendenformulare mit nach Hause.

Fotos vom Abend gibt es in unserem Google-Fotoalbum.

Zauberhaftes Weihnachten

50 Karten. 50 Gäste. 50 strahlende Gesichter: 50 Mitarbeitern, Kunden und Freunde haben wir zur Premiere des Weihnachtscircusses auf den Schützenplatz eingeladen. Es war ein kurzweiliges, unterhaltsames und nachhaltiges Jahr, dass wir zusammen mit denen beenden wollten, die 2017 an unserer Seite gestanden sind. Der Weihnachtscircus mit seinen außergewöhnlichen Artisten, der schon in seinem zweiten Jahr zu einem echten Aushängeschild für die Stadt geworden ist, war der perfekte Ort dafür. Danke an dieser Stelle auch an die Veranstalter Hannover Concerts und Grandezza Entertainment für die Unterstützung bei der Umsetzung unseres Events. Auf ein wunderbares 2018.

Alles neu in der Insight

Alles neu in der Insight

Da ist das Ding: in Zusammenarbeit mit den Design Agenten haben wir von hannover.contex 4.0 für die Ärzte des go:h Gelenkchirurgie und Orthopädie deren Kundenzeitung Insight, die vor einigen Jahren herausgebracht aber dann nicht mehr weiterverfolgt worden ist, neu aufzulegen. Die dritte Ausgabe, die die Kunden jetzt in die Hand halten, ist daher die erste unter neuer Regie. Von nun an wird das Blatt dreimal im Jahr erscheinen – das nächste Mal direkt nach der Eröffnungsfeier in den neuen Räumlichkeiten in der Berthastraße, in die die vier Spezialisten mit ihrer Praxis im Januar ziehen. [Kundenzeitung jetzt lesen]

Neuer Auftritt für Hippke & Partner

Die Kanzlei W. Hippke & Partner bietet alles aus einer Hand. Ob im Steuerrecht, Zivilrecht oder im Strafrecht. Ob der Mandant einen Steuerberater oder einen Rechtsanwalt benötigt. W. Hippke & Partner hilft unbürokratisch und lösungsorientiert – und hat nun auch eine neue Website. Zusammen mit id kommunikation & design hat hannover.contex 4.0 www.hippke.de ein neues Gesicht verpasst.

Säureopfer Vanessa Münstermann zieht eine erste Bilanz

Ihr Gesicht ist seit einem Säure-Angriff entstellt, jetzt hilft Vanessa Münstermann Menschen in ähnlicher Lage: Ein halbes Jahr nach der Gründung ihres Vereins „AusGezeichnet“ hätten sich viele Betroffene gemeldet, auch aus Indien und Brasilien, sagte die 28-Jährige bei einer von hannover.contex 4.0 in den Räumen der Design Agenten organisierten Pressekonferenz in Hannover. Der Austausch mit ihnen gebe ihr Kraft und helfe, das Geschehene zu verarbeiten. Die Säure-Attacke ihres Ex-Freundes im Februar 2016 zerstörte das linke Auge und linke Ohr der jungen Frau. Gesicht, Hals und Dekolleté sind von Narben übersät.

Ihr Verein unterstützt Opfer mit Tipps, aber auch mit Spenden von Cremes, Spezialbädern sowie Kompressionskleidung gegen die Narbenbildung. Die 28-Jährige dankte den Ärzten und dem Pflegepersonal, die sie unter anderem in der Medizinischen Hochschule Hannover behandelt haben. „Wenn man nicht das Glück hat, in Deutschland zu leben, kann man auch noch drei Jahre nach einem solchen Säure-Anschlag sterben“, sagte sie.

Gegen ihren Ex-Freund, der wegen gefährlicher Körperverletzung eine zwölfjährige Haftstrafe absitzt, hat Vanessa Münstermann Anfang der Woche Klage auf Schmerzensgeld und Schadenersatz eingereicht. Ein außergerichtlicher Vergleich mit dem heute 34-Jährigen über die Zahlung einer sechsstelligen Summe war gescheitert. „Die Bedingung der Eltern war, dass ich nicht mehr öffentlich über die Tat sprechen sollte“, sagte Münstermann. Das habe sie als Erpressung empfunden. Sie sei so stark, gerade weil sie nichts verdränge. Vanessa Münstermann wirkt fröhlich und will positiv in die Zukunft blicken. Seit vier Monaten hat sie einen neuen Freund. Gesundheitlich ist sie immer noch sehr beeinträchtigt. Zumindest leide sie nicht mehr so stark unter lähmenden Kopfschmerzen, seit ihr linkes Auge herausgenommen wurde, erzählt sie. Weil das Gewebe hinter dem Auge von der Säure zerstört war, hatte zunächst niemand die Operation vornehmen wollen. Ein Spezialist aus den USA erklärte sich schließlich dazu bereit. Das Verein „AusGezeichnet“ hat 25 Mitglieder.

Die Ratsuchenden müssen weder Mitglied werden noch sich öffentlich zeigen. Seit Februar gingen nach dem Bericht der Schatzmeisterin rund 5000 Euro an Spenden ein, hinzu kommen von Vanessa Münstermann gespendete Fernsehhonorare sowie Einlagen der Mitglieder im Höhe von etwa 10.000 Euro. Die 28-Jährige steht mittlerweile im engen Austausch mit Opfern mit ähnlichem Schicksal. Eine Frau aus der Nähe von Köln sei nach dem Säureanschlag ihres Mannes vor zehn Jahren erblindet und lebe inzwischen glücklich mit einem neuen Partner, erzählte Vanessa: „Sie ist ein Vorbild für mich.“ Die Hannoveranerin traf sich auch mit der Frau, die von ihrem Ex-Mann an ihrem Arbeitsplatz im Jobcenter in Hamburg mit Säure überschüttet wurde. Am zweiten Jahrestag des Anschlags auf sie selbst will Vanessa im Februar 2018 mit ihrem Verein „AusGezeichnet“ Opfer und Helfer nach Hannover einladen.